Apollo 11: 50 Jahre Mondlandung

Als US-Präsident John F. Kennedy am 25. Mai 1961 in seiner Rede im Kongress darum gebeten hat, das Raumfahrtprogramm – also Menschen bis zum Ende des Jahrzehnts auf den Mond und wieder sicher zurück zur Erde zu bringen – zu unterstützen und zu finanzieren, konnte sich kaum einer vorstellen, welche Bedeutung dieses Abenteuer für die gesamte Menschheit haben würde. Am 12. September 1962 wiederholte JFK seine Worte erneut in einer Rede an der Rice University in Houston, Texas.

Nachdem das erste bemannte Raumfahrtprogramm der USA Mercury erfolgreich und früher als geplant beendet wurde, begann man mit dem zweiten Programm Gemini. Es folgte letztendlich das Apollo-Programm mit dem zum ersten und bisher auch letzten Mal (Apollo 17) Menschen auf dem Mond gebracht wurden.

Als am 16. Juli 1969 um 09:32:00 Uhr amerikanischer Zeit (EDT), 13:32:00 UTC, 14:32:00 mitteleuropäischer Zeit* (MEZ/UTC+1), oder nach heutiger Zeitrechnung 15:32:00 mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ/UTC+2), der Start der 2940 Tonnen schweren Saturn V erfolgte, beförderte ebendiese das Raumschiff Apollo 11 und die Landefähre „Eagle“ ins All. Nachdem die dreistufige Rakete das Raumschiff auf Mondkurs gebracht hat, wurde das Kommando-/Servicemodul (CSM) an die Landefähre angekoppelt.

Anmerkung: Um bei den nachfolgenden Uhrzeitangaben keine Verwirrung aufkommen zu lassen, verwende ich fortfolgend ausschließlich UTC-Zeitangaben (englisch: Coordinated Universal Time). Diese wird verwendet, wenn eine weltweit einheitliche Zeitskala benötigt wird, wie z.B. in der Raumfahrt.

Der Flug zum Mond dauerte 76 Stunden. Die drei Astronauten Neil Armstrong, Edwin „Buzz“ Aldrin und Michael Collins hatten eine Reise von rund 384.400 Kilometer vor sich.

Am 19. Juli 1969 um 17:22:00 UTC schwenkte das Raumschiff mittels Bremsmanöver in die Mondumlaufbahn ein. Nach Hochfahren der Systeme stiegen Aldrin und Armstrong in die Mondlandefähre um. Collins blieb alleine im Mutterschiff zurück während die zwei anderen Astronauten die Landebeine ausklappten und die Abstiegssequenz einleiteten. Das Ziel war „Mare Tranquillitatis“ (Meer der Ruhe), ein Mondmeer auf dem Erdmond.

Der Bordcomputer zielte nach dem Abkoppeln auf eine etwa 4,5 Kilometer weiter entfernte Stelle als ursprünglich geplant, da es hierbei zu einer geringen unbeabsichtigten Bahnänderung kam. Beim Landeanflug tauchten zudem Alarmmeldungen des Navigationscomputers auf, weswegen die Besatzung abgelenkt wurde und dadurch die Bodenbeschaffenheit der Mondoberfläche außer Acht ließ. Auch aufgrund dessen verfehlten Aldrin und Armstrong das usprüngliche Landeziel, weshalb Armstrong beim Endanflug der Fähre den Autopilot abschaltete und die Handsteuerung übernahm. Die Alarmmeldungen (Code 1201 und Code 1202) des Navigationscomputers resultierten daraus, dass entgegen dem Flugplan das Rendezvousradar zusätzlich zum Landeradar eingeschaltet war. Der Computer (Apollo Guidance Computer – AGC) wurde also mit mehr Daten versorgt als vorgesehen, weshalb der AGC überlastet wurde. Diese Fehler konnten aber ignoriert werden und so flog die Raumfähre über den „West“-Krater, der mit großen Felsen und Geröll überzogen war.

Das Kontaktlicht zeigte an, dass die Mondlandefähre bei 75 cm Höhe unmittelbar vor Bodenkontakt stand. Um 20:17:40 UTC setzte „Eagle“ auf der Mondoberfläche auf.

Letztendlich meldete Neil Armstrong am 20. Juli 1969 um 20:17:58 UTC:

„Houston, Tranquility Base here. The Eagle has landed!“
– Neil Armstrong

Nun wurden Vorbereitungen für den Rückflug getroffen, welcher alle zwei Stunden erfolgen konnte, um die Umlaufbahn des Mutterschiffs zu treffen. Michael Collins umrundete den Mond während der gesamten Missionsdauer 30 Mal. Er versuchte bei seinen 5 Überflügen die Landeposition von „Eagle“ ausfindig zu machen, konnte aber aufgrund der fehlenden bzw. unbekannten Position des Mondlandemoduls keinen Sichtkontakt herstellen. „Eagle“ befand sich ungefähr 500 m weiter westlich des „West“-Kraters und ca. 60 m jenseits des „Little West“-Kraters.

Ursprünglich sollte für die Astronauten eine Ruhepause von 5 Stunden und 40 Minuten eingehalten werden – diese wurde auf Drängen von den beiden auf 45 Minuten verkürzt und somit der Ausstieg vorgezogen. Die Vorbereitungen dafür betrugen dennoch etwa 3 Stunden.

Am 20. Juli 1969 um 22:56:20 EDT (amerikanische Zeit), bzw. bereits 21. Juli 1969, 02:56:20 UTC, 21. Juli 1969, 03:56:20 MEZ (damalige deutsche Zeit) oder eben 21. Juli 1969 04:56:20 MESZ (nach heutiger Sommerzeit), betrat Neil Armstrong als erster Mensch den Mond und sprach die berühmten Worte:

„That’s one small step for (a) man, one giant leap for mankind“
– Neil Armstrong

 

Die TV-Kamera klappte aus und so konnten auf der Erde etwa 600 Millionen Fernsehzuschauer das Betreten des Mondes live miterleben. 20 Minuten später stieg auch „Buzz“ Aldrin die Leiter hinab und betrat als zweiter Mensch den Mond. Nach dem Hissen der US-Flagge, Messung des Sonnenwindes, aufbauen von kleinen Forschungsgeräten und Einsammeln von Mondgestein, stiegen die zwei Astronauten nach 2 Stunden und 31 Minuten wieder zurück in die „Tranquility Base„, dem neuen Rufzeichen des Mondlandemoduls „Eagle“.

Als Armstrong und Aldrin mit der Landefähre am 21. Juli 1969 um 17:54:00 UTC vom Mond abhoben, schwenkten sie in eine Mondumlaufbahn ein und koppelten etwa vier Stunden später an die Kommandokapsel (CM) an. Die zwei stiegen anschließend zu Collins um und stießen danach „Eagle“ ab. Danach wurde das Apollo-Raumschiff auf Erdkurs gebracht und die Heimreise begann.

Am 24. Juli 1969 um 16:50 UTC wasserte die Raumkapsel „Columbia“ im Pazifik südlich des Johnston-Atolls. Der Helicopter 66 des Flugzeugträgers USS Hornet (CV-12), welcher als Bergungsschiff fungierte, brachte die Astronauten unverletzt an Bord.

 

Die komplette Apollo 11 Mission kann in Real-Time auf https://apolloinrealtime.org/11/ verfolgt werden.

Countdown 50 Jahre Start Apollo 11:

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Countdown 50 Jahre Mondlandung:

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* Von 1950 bis 1979 gab es in Deutschland keine Sommerzeit. Die erneute Einführung der Sommerzeit wurde in der BRD 1978 beschlossen, trat jedoch erst 1980 in Kraft
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Sommerzeit

 

Die verwendeten Bilddateien in diesem Blogbeitrag wurden von der NASA als „Gemeinfrei“ deklariert.
Quelle: Wikipedia Apollo 11 (DE) und Wikipedia Apollo 11 (ENG)

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