Die Fotografie – (m)ein Hobby

Fotografie oder Photographie – das Wort stammt aus dem Altgriechischen und setzt sich aus dem Wort photós (Licht) und graphein (schreiben, malen, zeichnen) zusammen. Also: zeichnen mit Licht.

Die erste bekannte und erfolgreich aufgenommene Fotografie der Welt stammt aus 1826 und wurde von Joseph Nicéphore Niépce im französischen Saint-Loup-de-Varennes aufgenommen. Das Foto zeigt den Blick aus dem Arbeitszimmer von Joseph Niépce im Gutshof “Le Gras”.

Zu sehen sind die älteste erhaltene Fotografie (links) – eine Heliografie – und die retuschierte Reproduktion von 1952 (rechts):

Irgendwann in den frühen 1990er Jahren entstand mein erstes mit Buntstiften gemaltes Meisterwerk. Mein erstes mit einer Kamera aufgenommenes Bild entstand wohl Mitte bis Ende der 90er. Damals noch anlog aufgenommene Fotos mittels eines fotografischen Films bzw. Negativfilms. Im Fotografieren auf Negativfilm war meine Mutter wohl Weltmeister. Alles wurde festgehalten und später dann die entwickelten Fotos fein säuberlich in Fotoalben eingeklebt. Allerdings dauerte es nicht lange und mein Vater kaufte 1998 unsere erste digitale Spiegelreflexkamera – eine Olympus Camedia C-1400 L mit 1,4 Megapixel. Anfang der 2000er besaß ich eine eigene Digitalkamera – eine Kodak CX7525 mit 5,0 Megapixel.

So kam ich das erste Mal mit der digitalen Fotografie in Berührung.

Als die ersten Handys mit integrierter Kamera auf den Markt kamen, trug man immer seltener eine konventionelle Kamera auf Unternehmungen oder Reisen mit sich herum. Mein erstes Handy mit integrierter Kamera war das Siemens S65 – mit sagenhaften 1,3 Megapixel. Seither sind nicht wenige Jahre vergangen und die Technik hat sich stetig weiterentwickelt. Die heutigen in Smartphones verbauten Kameras stehen den teuren Kameras in fast nichts nach. Die Technik ist mittlerweile soweit forgeschritten, dass Schnappschüsse im Urlaub, Panoramaaufnahmen bei Ausflügen oder auch Portrait- und Nachtaufnahmen keinerlei Probleme mehr darstellen. Vor einigen Jahren wäre das noch undenkbar gewesen.

Und trotz alledem habe ich mich 2017 dafür entschieden eine gebrauchte Canon EOS 600D Spiegelreflexkamera zu kaufen. So kam es, dass die Fotografie für mich zu einem Hobby wurde. In den letzten Jahren etwas weniger – dafür nun umso mehr beschäftige ich mich mit der Fotografie und den unterschiedlichsten Szenen, die ich ablichten möchte. Seit ein paar Wochen befindet sich daher eine Canon M50 Mark II in meinem Besitz. Diese Kamera ist erst seit 25. März 2021 auf dem (europäischen) Markt erhältlich – also brandneu!

Nachfolgend findet ihr nun Fotogalerien mit einer Auswahl an Fotos, die in den letzten Wochen, Monaten und Jahren zustande gekommen sind.

Angefangen habe ich natürlich mit der Landschaftsfotografie. Meine ersten Bilder mit meiner Spiegelreflexkamera habe ich während meines Urlaubs an der Nordsee gemacht:

Weitere Landschaftsaufnahmen in und um Amberg:

Übrigens: Wer Landschafts- und Schwarz-Weiß-Aufnahmen liebt, dem empfehle ich bei Björns Instagram-Profil vorbeizuschauen. Er fotografiert unter anderem noch sehr gerne auf analogen Film.

Das Thema Nachtaufnahmen ist gar nicht so einfach. Dennoch hat es mich schon immer begeistert. Der Weltraum, die weit entfernten Galaxien und Sterne – fremde Welten. Wichtig bei der Nachtfotografie ist, dass man nicht zu lange belichtet, da sonst die Erdrotation dazu beiträgt, dass Sterne nicht mehr wie Punkte aussehen, sondern eher verwischt wie kleine helle Streifen.

Hier seht ihr ein paar meiner ersten Bilder. Teilweise war der Fokus nicht korrekt – teilweise die Belichtung zu lang. Übung macht den Meister!

Ebenfalls Nachtaufnahmen – aber der Fokus hierbei lag eher auf den Lichteffekten und Impressionen aus Köln – aufgenommen mit meiner Canon PowerShot G7 X Mark II:

Die letzten beiden Themengebiete in der Fotografie sind noch sehr neu für mich und ich probiere mit den verschiedensten Objektiven herum, um “das” perfekte Bild abzulichten. Beim ersten Thema handelt es sich um Portrait-Aufnahmen – wobei hier die Schwierigkeit darin besteht, nicht einfach nur den Kameraauslöser zu drücken, wenn die Person im Fokus ist – nein, es muss auch die Szenerie und das Licht passen. Zu viel Sonne? Zu wenig Sonne? Zu viel Schatten? Wie wirkt die Umgebung auf das Bild? Wird die Person in der sie umgebenden Szenerie auch nicht “untergehen”? Wie wirken die Farben der Umgebung auf das Bild? Wie wirken die Farben der Kleidung der Person in dieser Umgebung?

Das sind alles Fragen, die man im Kopf hat und nacheinander abarbeitet. Natürlich ist das Fotografieren in der heutigen Zeit um vieles einfacher. Früher musste man den Film erst entwickeln bzw. entwickeln lassen und hat damit also erst nachträglich gesehen, ob das Foto auch wirklich was geworden ist. Heute kann man das ganz einfach direkt auf dem kleinen digitalen Display begutachten und gegebenenfalls ein oder auch mehrere weitere Bilder schießen. Löschen kann man also hinterher immer.

Und dennoch sollte eine Aufnahme immer nahe an “Perfekt” sein. Ich bin zum Beispiel kein Fan großartiger Nachbearbeitung. Daher sind meine Bilder – außer bei Schwarz-Weiß-Bildern oder gegebenenfalls mit kleinen Anpassungen der Schatten-, Schwarz- und Kontrastwerten – immer OOC, also Out of Cam(era). Das bedeutet, dass hier von mir nachträglich keinerlei Anpassungen oder Retuschierungen vorgenommen werden.

Für die nachfolgenden Portrait-Aufnahmen stand meine Freundin Yuliia Modell. Schaut doch zusätzlich einfach mal auf Yuliias Instagram-Profil vorbei!

Nun das letzte und vermutlich auch ungewöhnlichste bzw. ein doch sehr spezielles Themengebiet: Boudoir-Fotografie.

Auf das Thema selbst bin ich natürlich durch verschiedene Fotos in Instagram aufmerksam geworden. Es gibt durchaus sehr interessante und wirklich klasse gemachte Fotos von unterschiedlichen Fotografen.

Wirklich fantastische Fotos findet ihr auch auf dem Instagram-Profil von Mike und Stela. Die zwei waren es auch, die mich mehr oder weniger mit ihren Fotos dazu inspiriert hatten das eines Tages einmal selbst auszuprobieren.

Zunächst jedoch – was ist eigentlich Boudoir?

Boudoir kommt aus dem Französischen und bedeutet so viel wie “schmollen” oder “schlecht gelaunt sein”. Damit wurde ursprüngliche ein kleiner, elegant eingerichteter Raum gemeint, in den sich die Dame des Hauses zurückziehen – also z.B. auch schmollen – und für sich selbst sein konnte. Später wurde damit im Allgemeinen das Ankleidezimmer bezeichnet.

Seit dem 20. Jahrhundert steht dieser Begriff zudem für einen bestimmten Stil der Fotografie: typischerweise eine Dame in erotischer Wäsche, oft Spitze oder Seide. Hauptaugenmerkmal ist jedoch nicht die Frau nackt abzulichten, sondern vielmehr ihren Körper zu würdigen. Es geht darum, dem Foto über Körpersprache und Mimik eine fast schon spürbare Sinnlichkeit zu verleihen. Im Gegensatz zur Aktfotografie – wohingegen das Model vollständig nackt sein kann – werden bei der Boudoir-Fotografie nur Andeutungen gemacht. Es ist also meist nur verdeckter Akt, oder allenfalls Teilakt. So wird mit den Gedanken des Betrachters “gespielt”. Und dennoch gibt es hierbei keine genauer definierte Grenze zwischen Boudoir- und Aktfotografie.

Letztendlich geht es um Kunst. Dabei darf nicht vergessen werden, dass Boudoir-Fotografie bzw. Aktfotografie nichts Neues ist. Aktkunst gab es schon im Mittelalter und sogar noch früher. In der Geschichte der Kunst ist der Akt eines der ältesten und vielfältigsten Genres.

Damals war es jedoch noch Aktmalerei. Die bekanntesten Werke stammen unter anderem etwa von Michelangelo Buonarroti, Albrecht Dürer oder Pablo Picasso.

Bei der Aktfotografie versteht man die künstlerische Umsetzung unter dem Einsatz bzw. der Hilfe von technischen Mitteln – etwa einer Kamera.

Eine von vielen Besonderheiten in der Boudoir-Fotografie kann z.B. das Spiel mit dem Schatten sein. Dabei kann die eine Seite des Körpers im Dunklen verschwinden (Schatten) und die andere Seite von einer Lichtquelle (natürliches Licht durch Sonne, oder aber künstliches Licht durch eine Lampe) angeleuchtet werden. So setzt man das Model in Szene und es ergibt sich dabei ein sehr sinnlicher Effekt. Hierbei spricht man von der sogenannten “Low-key-Fotografie“. Das Gegenteil wäre dann die “High-key-Fotografie“, wohingegen weiches Licht und niedrige Kontraste benutzt werden um die Szenerie hervorzuheben.

Natürlich ist das Model in den unten veröffentlichten Boudoir-Fotos ebenfalls meine Freundin Yuliia.

Hinweis: Nachfolgende Fotos wurden in Absprache online gestellt und zuvor durch Yuliia selbst ausgewählt.

 

Meine allerersten beiden Blogbeiträge behandelten ebenfalls das Thema Fotografie. Dabei ging der erste Beitrag über herbstliche Landschaftsaufnahmen in der Umgebung. Der zweite Beitrag berichtete über die “Dominospieler” in Amberg.

Ich habe hier beide Beiträge nochmal verlinkt:

Herbst 2018

Herbst 2018

 

Die Dominospieler

Die Dominospieler

 

Vielleicht habe ich ja nun den einen oder anderen dazu inspiriert sich ebenfalls mit der Fotografie zu beschäftigen. Eine günstige, gebrauchte Kamera als Einstieg reicht vollkommen aus. Ich habe mit einer gebrauchten Canon EOS 600D angefangen – und obwohl ich schon seit ein paar Jahren fotografiere, gibt es immer wieder Situationen die völlig neu sind und gerade deshalb eine Herausforderung darstellen. Man lernt also nie aus – und das ist es, was dieses Hobby so interessant macht!

 

Quellenangaben im Text: Wikipedia

2 Kommentare

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Hall Patrick, eine mit viel Liebe zum Hobby gemachter interessanter Auftritt. Da spührt man förmlich die Begeisterung. Euch beiden weiter viel Spaß dabei. Grüße Wolfgang

Hallo Wolfgang!
Vielen Dank für dein Kompliment! Ich gebe es auch gerne an das Model weiter!
Viele Grüße

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